| L-Boot (30qm-Klasse) |
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Wir schreiben den 06.09.1923. Die Yacht wurde gerade vom Verlag Klasing & Co., G.m.b.H. übernommen. Und genau zu diesem Zeitpunkt erscheint in der "YACHT" ein Bericht über die 30qm-Klasse, dem Original L-Boot. Zu dieser zeit wollte man ein Boot schaffen, welches nicht nur als Regattaboot, sondern auch als Nachmittagsboot verwendet werden konnte. Man sträbte sich gegen eine "einseitige rennmäßige Ausgestaltung" (Originaltext aus YACHT Nr. 35/36 vom 06.09.1923). Dennoch ist der Dreißiger mehr ein Rennboot als ein Nachmittagsboot. Und dazu noch ein sehr schönes. |
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"Die Zeit, in der er geboren wurde, stand unter dem Zeichen des Prinzips " Länge läuft", das vornehmlich im Extrem zur Sonderklasse seine reinste Verkörperung gefunden hatte. Zur selben Zeit brachte sich diese Tendenz auch in sämtlichen übrigen Bootsklassen zur Geltung und führte teilweise zu nachträglich einengenden Baubestimmungen. Es kann nicht wundernehmen, dass auch der Dreissiger von dieser Strömung mitgenommen wurde und in diesem Sinne bis auf den heutigen Tag ganz ein Kind seiner Zeit geblieben ist. Die ersten Dreissiger waren kurze Leichtwetterboote, deren Wasserlinie nicht mehr als 5-5½ m mass und deren geringe Ueberhänge auch die Länge an Deck zumeist innerhalb der 7 m-Grenze hielten. Dementsprechend gering war das Deplacement, das das Mindestmass von 1000 kg nur selten überstieg. ... Es war die Periode jener ersten Dreissiger, die sich mit den Namen Kitz, Palmer, Strolch D, die Elfe II, Atout, Perle, Wunsch u.a. in der Erinnerung noch heute verknüpft. Sechzehn Boote insgesamt nennt bereits das erste Lebensjahr der Klasse, das Jahr 1914, als Neubauziffern. " (Quelle: YACHT, Nr. 35/36, Verlag Klasing & Co.,G.m.b.H, 06.09.1923) Aber: "Bei den Kriegswettfahrten im Herbst 1916 auf der Dahme trat der Hachtsche Neubau Brigitte auf, der - vom ersten Tage an erfolgreich - die neue Formel deutlich verkörperte: Anlehnung an den typ der Sonderklasse; grösseres Deplacement, grössere Länge, grössere und völligere Ueberhänge, breites Heck, eingezogene Spanten, kurzer Lateralplan. Dieser Typ sollte nach dem Kriege seinen ungehemmten Siegeszug antreten, und vornehmlich ist es der Name W.v. Hacht, der sich mit seiner rationellen Ausgestaltung verbindet. " Technische Daten: |
| Länge über alles: | 8,75 m |
| Länge Wasserlinie: | 6,25 m |
| Breite über alles: | 1,94 m |
| Tiefgang: | 1,10 m |
| Gewicht/Verdrängung: | ca. 1400 kg |
| Segelfläche am Wind: | 30,00 m2 |
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